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1906/08: Cloppenburg - Ocholt

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Beschreibung der Bahnlinie von 1915

Quelle: Jahresbericht über die Betriebsverwaltung der Oldenburgischen Eisenbahnen 

Die vollspurige, eingleisige Nebenbahn Cloppenburg-Ocholt zweigt in nördlicher Richtung aus dem auf +42,72 N.N. liegenden Bahnhof Cloppenburg an der Bahn Oldenburg-Osnabrück ab und wendet sich alsbald nach N.N.W. Sie senkt sich auf +40,00, steigt dann, die Soeste auf gewölbter Brücke überschreitend und die Chaussee Cloppenburg-Wildeshausen in Schienenhöhe kreuzend, bis auf 45,60 und fällt hierauf, nur durch vereinzelte geringe Steigungen unetrbrochen, ständig bis Friesoythe. Bei km 6,22 liegt die mit einem Nebengleis versehene Holzverladestelle Varrelbusch (+42,30). Die Bahn erreicht, in fast gerader Linie zum Teil durch Moorländereien fortlaufend, bei km 12,51 den Bahnhof Garrel (+20,00), wendet sich hier nach N.W. und läuft dann geradelinig weiter bis zum Bahnhof Bösel, km 19,91 (+17,00), hinter dem die Linie eine nordwestliche Richtung annimmt. Bei km 21,53 zweigt ein Anschlußgleis ab. Vor Bahnhof Friesoythe, km 26,33 (+8,80), kreuzt die Bahn die Chaussee Zwischenahn-Friesoythe in Schienenhöhe und wendet sich nach W. Am Friesoyther Kanal bei Friesoythe befindet sich eine Umschlagstelle für den Verkehr zwischen Schiff und Eisenbahn.

Hinter Friesoythe läuft die Bahn in nahezu westlicher Richtung weiter und behält diese Richtung bis Sedelsberg bei. Sie überschreitet die Soeste nochmals auf gewölbter Brücke und den Friesoyther Kanal auf eiserner Klappbrücke und erreicht, allmälich bis auf +5,80 fallend, bei km 34,43 den Bahnhof Sedelsberg, wo die Chaussee von Strücklingen nach Neuscharrel in Schienenhöhe gekreuzt wird. Bei km 34,71 und 35,19 zweigen Anschlußgleise ab. Die Bahn wendet sich nach N.N.W. und erreicht dann, sich dem allmählich fallenden Gelände anschmiegend, bei km 38,86 den Bahnhof Scharrel (+4,70). Hinter Scharrel überschreitet sie die Sagter Ems auf eiserner Brücke und kreuzt die Chaussee Strücklingen-Neuscharrel nochmals in Schienenhöhe. Bei km 39,30 zweigt ein Anschlußgleis ab. Die Bahn erreicht bei km 42,38 den Bahnhof Ramsloh (+4,05), kreuzt hinter ihm nochmals die Sagter Ems auf eiserner Brücke und erreicht bei km 45,97 den Bahnhof Strücklingen (+2,50), wo an der Sagter Ems Einrichtungen für den Umschlagverkehr zwischen Eisenbahn und Schiff angelegt sind. Die Bahn wendet sich nun nach N.O., überschreitet hinter dem Bahnhof Elisabethfehn, km 49,16 (+5,00), wo ein Torfhafen mit Torfschuppen und Gleisanlagen für den Umschlagverkehr zwischen Eisenbahn und Schiff angelegt sind, den Hunte-Ems-Kanal auf eiserner Klappbrücke und vor Bahnhof Barßel, km 52,29 (+2,50), die die Niederung und die Soeste auf gewölbter Flut- und eiserner Strombrücke, sowie in Schienenhöhe die Chaussee von Barßel nach Harkebrügge. Auch in Barßel sind an der Soeste Einrichtungen für den Umschlagverkehr zwischen Eisenbahn und Schiff vorhanden. Bei km 55,29, 60,39 und 60,58 zweigen Anschlußgleise ab. Die Bahn wendet sich nach O.N.O., kreuzt mit eisernen Brücken den Abzugsgraben bei Carolinenhof und das Godensholter Tief, schneidet die von Godensholt nach Apen führende Straße in Schienenhöhe, geht hier in die nordöstliche Richtung über, überschreitet die Ollen-Bäke auf eiserner Brücke und endigt bei km 62,53 auf +5,00 in ostlicher Richtung im Bahnhof Ocholt der Bahn von Oldenburg nach Leer.

Varrelbusch ist Ladestelle. Sämtliche Stationen sind mit den erforderlichen Gebäuden, Gleisen und sonstigen Einrichtungen für den Personen- und Güterverkehr, sowie, ausschließlich Ramsloh, mit Kreuzungsgleisen versehen. Feste Verladerampen sind in Sedelsberg, Ramsloh und Elisabethfehn nicht vorhanden. In Friesoythe befindet sich ein Lokomotivschuppen und eine Wasserstation, in Elisabethfehn eine Wasserstation. Friesoythe ist Sitz einer Bahnmeisterei.

An größeren Überbrückungen von Wasserläufen sind vorhanden:
1. km 1,56, Gewölbte Brücke über die Soeste 3,00 m weit
2. km 13,32, 17,41 und 22,59 Gewölbte Durchlässe von 2,50 m Weite
3. km 25,94, Gewölbte Brücke über die Soeste 6,60 m weit
4. km 28,95, Gewölbter Duchlaß 3,00 m weit
5. km 28,97, Eiserne Klappbrücke über den Friesoyther Kanal 8,25 m Stützweite
6. km 39,52, Eiserne Brücke über die Sagter Ems mit 15,90 m Stützweite
7. km 42,65, Eiserne Brücke über die Sagter Ems mit 16,90 m Stützweite
8. km 49,16, Eiserne Klappbrücke über den Hunte-Ems-Kanal mit 8,25 m Stützweite
9. km 51,94, Gewölbte Flutbrücke mit zwei Öffnungen von je 5,65 m Weite
10. km 52,01, Eiserne Brücke über die Soeste bei Barßel mit 21,00 m Stützweite
11. km 54,48, Eiserne Brücke über den Abzugsgraben bei Carolinenhof mit 6,60 m Stützweite
12. km 56,41, Eiserne Brücke über das Godensholter Tief mit 16,90 m Stützweite
13. km 61,21, Eiserne Brücke über die Ollen-Bäke mit 7,60 m Stützweite

Über- und Unterführungen sind nicht vorhanden.

Wichtigere Straßen- und Chausseeübergänge in Schienenhöhe befinden sich in km 1,93, 26,07, 26,50, 34,30, 38,38, 41,02, 52,57, 57,75.

Das größte Neigungsverhältnis beträgt 1:100, der kleinste Krümmungshalbmesser 230 m. Der Oberbau besteht teils aus den älteren Anordnungen A uns B, teils aus der Form 6e. Die Gleisbettung besteht aus Sand.

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff