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1898: Tenderlokomotive für Nebenbahnen, T 3 (C-TL), Baureihe 98.2

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1898: Tenderlokomotive für Nebenbahnen, T 3 (C-TL), Baureihe 98.2

1898: Tenderlokomotive für Nebenbahnen, T 3 (C-TL), Baureihe 98.2

Die Lokomotive Nr. 195 "GIMPEL", gebaut 1909 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 5415

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart C-n2 Heizfläche 59,1 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1100 mm Zylinderdurchmesser 340 mm
Laufraddurchmesser vorn - Kolbenhub 550 mm
Laufraddurchmesser hinten - Leergewicht 24,7 t
Länge über Puffer 8300 mm Dienstgewicht 33,0 t
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h Reibungsgewicht 33,0 t
Kesselüberdruck 12,0 bar Tender -
Rostfläche 1,35 qm Baujahr 1898 - 1909

Beschreibung der Lokomotive

Durch erhöhte Anforderungen sowohl im Verschiebedienst als auch auf den Nebenbahnen war die Oldenburgische Eisenbahnverwaltung im Jahre 1898 erstmalig gezwungen, C-gekuppelte Tenderlokomotiven zu beschaffen.
Als Vorbild dienten die preußischen T 3, jedoch waren die oldenburgischen Maschinen etwas kräftiger gebaut. Bei einem Dienstgewicht von 33 t ergab sich eine Kuppelachsfahrmasse von 11 t. Offensichtlich wurde eine mittlere Achsfahrmasse von 14 t bei den B-Kupplern als zu hoch für den verhältnismäßig schwachen Oberbau empfunden. In Kessel- und Zylinderabmessungen waren die neuen Lokomotiven den zweifachgekuppelten nicht überlegen, doch bot der geringere Achsdruck gewisse Vorteile.

Die Maschinen wurden wiederum der Tradition entsprechend ohne Dampfdom und mit dem Regler in der Rauchkammer geliefert. Noch im Jahre 1909 wurden drei Lokomotiven fast unverändert nachbeschafft. Alle Lokomotiven erhielten eine Westinghouse- Luftdruckbremse, die für den Dienst auf Nebenbahnen vorgesehenen zusätzlich noch eine Heberlein-Bremseinrichtung und ein Dampfläutewerk. Die im Jahre 1909 gelieferten Maschinen hatten eine kleinere Rostfläche; sie waren ausschließlich für den Rangierdienst vorgesehen.
Die Tenderlokomotiven waren die ersten, die das Eigentumszeichen der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn, das oldenburgische Staatswappen mit der Unterschrift G.O.E. trugen.

Die Deutsche Reichsbahn übernahm alle Maschinen noch in den vorläufigen Umzeichnungsplan, zu Umzeichnung ist es dann aber nicht mehr gekommen. Eine der Lokomotiven kam 1918 an die Kleinbahn Zwischenahn-Edewecht, von hier gelangte sie 1935 als Werkslokomotive an die Klöckner-Werke. Eine weitere kam ebenfalls als Werkslokomotive an die Zuckerfabrick Oestrum.

Skizze der Lokomotiven

Skizze der T 3

Skizze der oldenburgischen T 3 in unterschiedlichen Bauausführungen.

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Weitere Bilder der T 3

T 3 Nr. 124 "STAAR"

T 3 Nr. 124 "STAAR"

T 3 Nr. 124 "STAAR"

T 3 Nr. 124 "STAAR" erhielt bei der Reichsbahn die Nummer 98 202.

T 3 Nr. 124 "STAAR"

T 3 Nr. 124 "STAAR"

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff