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1896: Tenderlokomotive für den Verschiebedienst, T 2 (B-TL), Baureihe 98.1

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1896: Tenderlokomotive für den Verschiebedienst, T 2 (B-TL), Baureihe 98.1

1896: Tenderlokomotive für den Verschiebedienst, T 2 (B-TL), Baureihe 98.1

Die Lokomotive Nr. 114 "EBER", gebaut 1896 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 2907

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart B-n2 Heizfläche 58,7 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1100 mm Zylinderdurchmesser 324 mm
Laufraddurchmesser vorn - Kolbenhub 550 mm
Laufraddurchmesser hinten - Leergewicht 21,0 t
Länge über Puffer 8089 mm Dienstgewicht 28,0 t
Höchstgeschwindigkeit 50 km/h Reibungsgewicht 28,0 t
Kesselüberdruck 12,0 bar Tender -
Rostfläche 1,01 qm Baujahr 1896 - 1913

Beschreibung der Lokomotive

Bis zum Jahre 1896 wurde der Verschiebedienst auf allen Bahnhöfen mit den kleinen zweiachsigen Tenderlokomotiven durchgeführt. Diese reichten gegen Ende des Jahrhunderts nicht mehr aus und so sah sich die Eisenbahnverwaltung gezwungen, stärkere Maschinen anzuschaffen. Zwischenzeitlich war die zulässige Achsfahrmasse auf 14 t erhöht worden, die natürlich ausgenutzt werden sollte. Die neue, ebenfalls B-gekuppelte Tenderlokomotive entstand nach dem Vorbild der preußischen T 2, jedoch hatte auch sie wieder keinen Dampfdom, der Regler wurde in der Rauchkammer untergebracht. Diese, als "große Tenderlokomotive" bezeichneten Maschinen erhielten erstmals auch ein geräumiges Führerhaus.

Das Haupteinsatzgebiet dieser Lokomotiven war der Rangierdienst auf den größeren Bahnhöfen. Durch die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h und ihre etwa 50% höhere Leistungsfähigkeit gegenüber den "kleinen Tenderlokomotiven" machten sie jedoch auch für den Streckendienst tauglich. Da sie jedoch nur mit einer Wurfhebel- und einer Heberleinbremse ausgerüstet waren, wurden nachträglich acht Maschinen mit einer Westinghouse-Druckluftbremse ausgestattet. Der Hauptluftbehälter wurde domartig auf dem Kessel angebracht.
Die Maschinen wurden in neun Lieferungen bis zum Jahre 1913 beschafft. Die Deutsche Reichsbahnübernahm bis auf eine alle Lokomotiven und reihte sie als 98 101 bis 98 137 ein. Die Ausmusterung begann jedoch schon 1925 und 1933 schied die letzte aus dem Dienst. Mehrere Lokomotiven taten hiernach noch bis 1953 Dienst als Werkslokomotiven in Ausbesserungswerken von Reichs- und Bundesbahn.

Zwei Maschinen waren noch bis 1955 nach einigen Umbauten auf der Kleinbahn Lohne-Dinklage im Einsatz, eine weitere ging als Werkslokomotive an das Südzuckerwerk in Regensburg.

Skizze der Lokomotiven

Skizze der T 2

Skizze der oldenburgischen T 2 mit den unterschiedlichen Bauformen.

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Weitere Bilder der T 2

T 2 Nr. 168 "ILTIS"

T 2 Nr. 168 "ILTIS" zur Reichsbahnzeit als 98 131.

T 2 Nr. 168 "ILTIS"

T 2 Nr. 168 "ILTIS" zur Reichsbahnzeit als 98 131.

T 2 Nr. 200 "GEMSE"

T 2 Nr. 200 "GEMSE", bei der Reichsbahn mit der Nummer 98 114.

T 2 Nr. 201 "STEINBOCK"

T 2 Nr. 201 "STEINBOCK" als Reichsbahnnummer 98 115. Hier zusammen mit 89 7324, einer preussischen T 3.

T 2 Nr. 213 "DACKEL"

T 2 Nr. 213 "DACKEL", hier mit der Reichsbahnnummer 98 120.

T 2 Nr. 213 "DACKEL"

T 2 Nr. 213 "DACKEL", hier mit der Reichsbahnnummer 98 120.

T 2 Nr. 241 "PUMA"

T 2 Nr. 241 "PUMA" im BW mit der Nummer 98 125.

T 2 Nr. 243 "HYÄNE"

T 2 Nr. 243 "HYÄNE" in später zeit als Werkslokomotive.

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff