RSS-Feed | Neuigkeiten | Sitemap | Hilfe | Impressum | Kontakt | Suche

1911: Güterzug-Tenderlokomotive, T 13 (D-TL), Baureihe 92.5-9

Sie sind hier: www.laenderbahn.info - Oldenburg - Lokomotiven

1911: Güterzug-Tenderlokomotive, T 13 (D-TL), Baureihe 92.5-9

1911: Güterzug-Tenderlokomotive, T 13 (D-TL), Baureihe 92.5-9

Die Lokomotive Nr. 221 "HERKULES", gebaut 1911 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 6223

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart D-n2 Heizfläche 116,2 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1250 mm Zylinderdurchmesser 500 mm
Laufraddurchmesser vorn - Kolbenhub 600 mm
Laufraddurchmesser hinten - Leergewicht 47,2 t
Länge über Puffer 11100 mm Dienstgewicht 62,3 t
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h Reibungsgewicht 62,3 t
Kesselüberdruck 12,0 bar Tender -
Rostfläche 1,7 qm Baujahr 1911 - 1919

Beschreibung der Lokomotive

1911 wurde der Verschiebebahnhof Oldenburg in Betrieb genommen. Für den Dienst auf diesem und anderen Rangierbahnhöfen reichten die C-gekuppelten Maschinen nicht mehr aus. Das Fehlen einer leistungsfähigen Rangierlok wurde mit der Baschaffung einer vierfach gekuppelten Maschine ausgeglichen, die in allen wesentlichen Teilen der preußischen T 13 entsprach, obwohl diese eigentlich für den Nebenbahndienst konzipiert war.
Der Konstruktion der T 13 waren in Preußen heftige Diskussionen vorausgegangen, ob nun das Naß- oder das Heißdampfverfahren Anwendung finden solle. Obwohl bereits ausreichend und gute Erfahrung mit dem Heißdampfverfahren, das Robert Garbe favorisierte, vorlagen, entschied man sich in Preußen für die Naßdampfversion, da man hierbei Vorteile im Betrieb und bei der Wartung erwartete.

Abweichend von der preußischen Bauart kamen einige oldenburgische Besonderheiten zur Ausführung. Die Kolbenstangen wurden durch die vorderen Zylinderdeckel hindurchgeführt und die entlasteten Flachschieber Bauart Ranafier verwendet.

Bemerkenswert an der Maschine ist, daß sie wohl die einzige deutsche vierfach gekuppelte Lokomotive ist, bei der die zweite Kuppelachse angetrieben wurde.

Infolge der Materialknappheit durch den ersten Weltkrieg erhielten die Maschinen ab 1917 eine geschweißte innere Feuerkiste aus Eisen, die aber später wieder durch solche aus Kupfer ersetzt wurde.

Von der Deutschen Reichsbahn wurden 1925 alle 10 Maschinen übernommen und mit denen aus Preußen in die Reihe 92 aingereiht. Noch über Jahrzehnte hinweg taten sie Dienst. Nach dem zweiten Weltkrieg gelangten einige der Lokomotiven an die Deutsche Reichsbahn der DDR, bei der Bundesbahn wurden die verbliebenen Lokomotiven gegen Ende der 50er Jahre ausgemustert.

Skizze der Lokomotiven

Skizze der T 13

Skizze der oldenburgischen T 13 (links)

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn,

Weitere Bilder der T 13

T 13 Nr. 221 "HERKULES"

T 13 Nr. 221 "HERKULES" auf einer Ansichtskarte der Hanomag.

T 13 Nr. 221 "HERKULES"

T 13 Nr. 221 "HERKULES" auf einer weiteren Ansichtskarte der Hanomag.

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff