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1871: Tenderlokomotive für den Verschiebedienst, T 1.2 (B-TL), Baureihe 98.74

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1871: Tenderlokomotive für den Verschiebedienst, T 1.2 (B-TL), Baureihe 98.74

Die Lokomotive Nr. 57 "TACK", gebaut 1873 in den Eisenbahnwerkstätten Oldenburg mit der Nummer 8

Die Lokomotive Nr. 57 "TACK", gebaut 1873 in den Eisenbahnwerkstätten Oldenburg mit der Nummer 8

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart B-n2 Heizfläche 37,0 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1020 mm Zylinderdurchmesser 250 mm
Laufraddurchmesser vorn - mm Kolbenhub 500 mm
Laufraddurchmesser hinten - mm Leergewicht 11,25 t
Länge über Puffer 6436 mm Dienstgewicht 17,2 t
Höchstgeschwindigkeit ? km/h Reibungsgewicht 17,2 t
Kesselüberdruck 10,0 bar Tender -
Rostfläche 0,59 qm Baujahr 1871 - 1892

Beschreibung der Lokomotive

Neben den B-Lokomotiven für den Personen- und Güterverkehr wurden für den Verschiebedienstund die Beförderung von Bauzügen kleine B-Tenderlokomotiven nach eigenen Entwürfen beschafft. Zunächst wurden zwei Lokomotiven in der Eisenbahn-Hauptwerkstätte in Oldenburg gebaut, nach den guten Erfahrungen weitere zehn. Überhöhte Preisforderungen der Lokomotivfabriken in den Gründerjahren nach 1871 hatten dazu geführt, daß man einen Teil der Lokomotiven selbst herstellte.

Die Lokomotiven wurden ununterbrochen fast 21 Jahre lang beschafft, ein Zeichen für die Zufriedenstellung der Bedürfnisse. An den Lieferungen waren die Fabriken Krauss mit vier und Hohenzollern mit 18 Maschinen beteiligt. Aus der Oldenburger Werkstätte kamen insgesamt 12 Lokomotiven.

Während des langen Zeitraumes der Beschaffung ist die Leistungsfähigkeit immer wieder verbessert worden. Ab 1888 wurde der Kesseldruck auf 12 bar erhöht, der Zylinderdurchmesser um 5 mm vergrößert und die Treibräder auf einen Durchmesser von 1130 mm gebracht. Größere Vorräte und ein höherer Achsdruck erlaubten die Heraufsetzung der Höchstgeschwindigkeit auf 45 km/h. So wurden die kleinen Tenderlokomotiven zu recht leistungsfähigen Maschinen.

Äußerlich fielen die Lokomotiven durch die Form des Führerhausdaches auf; es war nicht nach den Seiten hin gewölbt, sondern nach vorne und hinten. Im Führerhaus selbst muß es bei zweimänniger Besetzung sehr eng zugegangen sein.

Von den 34 Lokomotiven, die bis 1892 beschafft wurden, kamen 1918 zwei an die Kleinbahn Zwischenahn-Edewecht, weitere zwei an die Kleinbahn Vechta-Cloppenburg. In dem vorläufigen Umzeichnungsplan der Deutschen Reichsbahn sind noch sechs Maschinen enthalten, endgültig übernommen wurden aber nur fünf, von denen die letzten drei nach über 40 Dienstjahren im Jahre 1933 ausgemustert wurden.

Skizze der Lokomotiven

Skizze der T 1.2

Auf der Skizze sind die unterschiedlichen Bauformen der T 1.2 aus den unterschiedlichen baulosen zu erkennen.

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Weitere Bilder der T 1.2

T 1.2 Nr. 47 "SCHNIPP"

T 1.2 Nr. 47 "SCHNIPP"

T 1.2 Nr. 61 "SCHNUCK"

T 1.2 Nr. 61 "SCHNUCK"

T 1.2 Nr. 62 "HOLM"

T 1.2 Nr. 62 "HOLM" im Fotoanstrich

T 1.2 Nr. 72 "SIEL"

T 1.2 Nr. 72 "SIEL" im Bahnhofsvorfeld von Oldenburg.

T 1.2 Nr. 76 "TIEF"

T 1.2 Nr. 76 "TIEF" in der Gegend um Neuenburg.

T 1.2 Nr. 80 "WELLE"

T 1.2 Nr. 80 "WELLE" bereits mit der Reichsbahnnummer 98 7403

T 1.2 Nr. 80 "WELLE"

T 1.2 Nr. 80 "WELLE" mit der Reichsbahnnummer 98 7403

T 1.2 Nr. 80 "WELLE"

T 1.2 Nr. 80 "WELLE" im Betriebswerk Oldenburg

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff