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1878: Tenderlokomotive, T 1 (B-TL)

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1878: Tenderlokomotive, T 1 (B-TL)

Skizze der T 1

Hier eine Skizze der T 1, wie sie aus der G1 umgebaut wurde.

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart B-n2 Heizfläche 75 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1520 mm Zylinderdurchmesser 360 mm
Laufraddurchmesser vorn - Kolbenhub 560 mm
Laufraddurchmesser hinten - Leergewicht 20,0 t
Länge über Puffer 7775 mm Dienstgewicht 25,0 t
Höchstgeschwindigkeit 60 km/h Reibungsgewicht 25,0 t
Kesselüberdruck 10,0 bar Tender -
Rostfläche 1,0 qm Baujahr 1878 (1873)

Beschreibung der Lokomotive

Im Jahre 1878 bestand ein erhöhter Bedarf an Tenderlokomotiven. In der Eisenbahnwerkstätte Oldenburg wurden daher vier Lokomotiven der Gattung G 1, die 1873 von Wöhlert als Schlepptenderlokomotiven geliefert wurden, zu Tenderlokomotiven umgebaut. Bereits 1871 hatte man mehrere Tenderlokomotiven der Gattung T 1.2 neu gebaut, die nötige Erfahrung lag also vor.

Die vielseitigen Maschinen, die durch den Umbau enstanden, waren gleichermaßen im Strecken- wie im Verschiebedienst einsetzbar.

In der äußeren Erscheinung glichen die Lokomotiven den damals eingesetzten Tenderlokomotiven; insbesondere das Führerhaus mit dem nach vorne und hinten gewölbten Dach und den großen seitlichen Öffnungen wurde übernommen. Vor dem Führerhaus befanden sich auf beiden Seiten Kohlebehälter. Der Rahmen war ein genieteter Blechrahmen, der als Wasserkastenrahmen ausgeführt war. Dieser Wasserkastenrahmen war eine Neuerung, die Krauß einführte. Als er in München sein Werk eröffnete, machte seine erste Maschine, die damit ausgerüstet war, die "LANDWÜHRDEN", großes Aufsehen und errang auf der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaille.

Die Maschinen waren mit einer Wurfhebelbremse ausgerüstet, die einseitig von vorne auf die Treibräder wirkte.
Diese Umbauten waren die letzten, die in der oldenburger Hauptwerkstätte durchgeführt wurden. In der Folgezeit wurden nur noch Teile wie Lokomotivkessel oder Tender hergestellt. Auch Güter oder Gepäckwagen wurden selbst gefertigt.

Die oldenburger Hauptwerkstätte war in der Lage, aüßerst kostengünstig zu arbeiten.Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden hier Dampflokomotiven im Vergleich mit den anderen Eisenbahnen Deutschlands zu den niedrigsten Kosten unterhalten.

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff