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1885: Omnibus-Tenderlokomotive, T 0 (1 A-PTL)

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1885: Omnibus-Tenderlokomotive, T 0 (1 A-PTL)

Die Lokomotive Nr. 64 "FLOTT"

Die Lokomotive Nr. 64 "FLOTT"

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart 1A-n2 Heizfläche 28,2 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1210 mm Zylinderdurchmesser 220 mm
Laufraddurchmesser vorn 1000 mm Kolbenhub 440 mm
Laufraddurchmesser hinten - mm Leergewicht 12,7 t
Länge über Puffer 6500 mm Dienstgewicht 17,6 t
Höchstgeschwindigkeit 60 km/h Reibungsgewicht 9,2 t
Kesselüberdruck 12,0 bar Tender -
Rostfläche 0,52 qm Baujahr 1885 - 1891

Beschreibung der Lokomotive

Um auf Haupt- und Nebenbahnen mit nur geringem Verkehrsaufkommen häufiger Züge fahren zu lassen, ging man zu Beginn der 80er Jahre dazu über, zwischen den bis dahin verkehrenden Personenzügen besonders leichte, sogenannte "Omnibuszüge" einzulegen. Anfangs wurden diese Züge mit den vorhandenen B-Tenderlokomotiven bespannt, jedoch waren diese für den Verkehr noch zu unwirtschaftlich und wurden außerdem für den Verschiebedienst dringend benötigt. So wurden die leichten Omnibuslokomotiven, ungekuppelte 1 A Tenderlokomotiven, in Dienst gestellt. Diese Loks sollten Züge aus vier bis fünf leichten Personenwaggons mit 50 bis 60 km/h befördern. Die Betriebskosten konnten durch den Einsatz dieser Maschinen um die Hälfte gesenkt werden.
Die Omnibuslokomotiven waren mit einem durch ein Geländer geschütztes Umlaufblech mit Übergangsbrücken versehen, wodurch sie auch vom Zug aus zugänglich waren. Dies war erforderlich, da bei einmänniger Besetzung der Lokomotive der Zugbegleiter während der Fahrt auf die Lokomotive gelangen konnte und so notfalls den Zug zum Stillstand bringen konnte.

Im Verhältnis zu ihrer Größe hatten die Lokomotiven einen recht großen Achsstand von 3700 mm. Wie auch bei den Tenderlokomotiven der Gattung T 1.2 waren die Führerhausdächer nach vorne und hinten gewölbt. Die Lokomotive Nr. 63 "FLINK" erhielt zur Vergrößerung der Kohlevorräte und zur Erleichterung der Arbeit des Lokomotivführers eine Schüttfeuerung der Bauart Littrow. Dieser nach unten trichterförmig zulaufende Behälter auf dem Dach des Führerhauses sah recht ungewöhnlich aus; da andere Maschinen nicht damit ausgerüstet wurden, ist anzunehmen, daß die Schüttfeuerung sich nicht bewährte.

Den Maschinen wurden im Betrieb gute Laufeigenschaften bescheinigt. 1917 waren sie noch auf verkehrsarmen Strecken und vor leichten Sonderzügen zu sehen.

Skizze der Lokomotiven

Skizze der T 0

Hier eine Skizze der kleinen Tenderlok.

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Weitere Bilder der T 0

T 0 Nr. 86 "HILL"

T 0 Nr. 86 "HILL"

T 0 Nr. 63 "FLINK"

T 0 Nr. 63 "FLINK" mit Schüttfeuerung der Bauart Littrow

T 0 Nr. 63 "FLINK"

Noch einmal die T 0 Nr. 63 "FLINK", hier ohne die Schüttfeuerung

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff