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1903: Schnellzuglokomotive, S 3 (2 B-SLv), Baureihe 13.18

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1903: Schnellzuglokomotive, S 3 (2 B-SLv), Baureihe 13.18

1903: Schnellzuglokomotive, S 3 (2 B-SLv), Baureihe 13.18

Die Lokomotive Nr. 154 "THOR", gebaut 1903 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 4104

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart 2B-n2v Heizfläche 119,4 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1980 mm Zylinderdurchmesser 460/680 mm
Laufraddurchmesser vorn 1000 mm Kolbenhub 600 mm
Laufraddurchmesser hinten - Leergewicht 46,8 t
Länge über Puffer 17461 mm Dienstgewicht 52,2 t
Höchstgeschwindigkeit 95 km/h Reibungsgewicht 30,2 t
Kesselüberdruck 12,0 bar Tender 3T12 / 2'2'T20
Rostfläche 2,27 qm Baujahr 1902 - 1903

Beschreibung der Lokomotive

Bis zum Jahre 1903 hatte sich der Verkehr soweit entwickelt, daß Schnellzüge eingelegt werden mußten. Zwar gab es nur eine Strecke, auf der fahrplanmäßig Schnellzüge verkehrten, nämlich die von Wilhelmshaven nach Bremen, dennoch wurde es immer dringender notwendig, Schnellzuglokomotiven zu beschaffen. Die bisher verwendeten 2 B-Lokomotiven mit einem Treibraddurchmesser von 1750 mm waren nicht geeignet, um über längere Strecken die Geschwindigkeit von 90 km/h zu halten. Daher beschaffte man Schnellzuglokomotiven mit einem Raddurchmesser von 1980 mm und einem dazu abgestimmten Triebwerk nach dem Vorbild der preußischen S 3, der die Hauptabmessungen und wichtigeren Einzelheiten auch entsprachen. Diese Lokomotiven sicherten eine Dauerleistung, wie sie für den hochwertigen Schnellzugdienst notwendig war.

Abweichend von den preußischen Maschinen erhielten die oldenburgischen jedoch einen Verbinderdampftrockner der Bauart Ranafier und entlastete Dampfschieber an beiden Zylindern.

Erstmalig erhielten diese Maschinen einen Dampfdom anstelle des des bis dahin ausschließlich verwendetetn innenliegenden Dampfsammelrohrs. Mit 1000 mm wies der Dom eine beachtliche Höhe auf. Vor dem Führerhaus auf dem Kessel befand sich ein zweiter Dom für die Staby "sche Rauchverbrennungsvorrichtung.

Die Kesselspeisung erfolgte durch Friedmann-Strahlpumpen, die auch bei allen weiteren oldenburgischen Lokomotiven beibehalten wurden. Die Lokomotiven erhielten eine Heusinger- Steuerung und waren mit einer Anfahrvorrichtung nach Lindner älterer Bauart a usgerüstet. Diese wurde später durch eine Anfahrvorrichtung Bauart Ranafier ersetzt.

Die Deutsche Reichsbahn übernahm alle sechs Maschinen in ihren Bestand, sie mußten allerdings schon 1926/27 im Rahmen der Typenbereinigung ihren Dienst quittieren.

Skizze der Lokomotiven

Skizze der S 3

Skizze der oldenburgischen S 3.

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Weitere Bilder der S 3

S 3 Nr. 154 "THOR"

S 3 Nr. 154 "THOR"

S 3 Nr. 151 "WODAN"

Die S3 Nr. 151 "WODAN" vor einem Schnellzug im oldenburgischen.

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff