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1922: Personenzuglokomotive, P 8, Baureihe 38.33

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1922: Personenzuglokomotive, P 8, Baureihe 38.33

1922: Personenzuglokomotive, P 8, Baureihe 38.33

Die P 8 Nr. 291, spätere 38 3391

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart 2C-h2 Heizfläche 201,2 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1750 mm Zylinderdurchmesser 575 mm
Laufraddurchmesser vorn 1000 mm Kolbenhub 630 mm
Laufraddurchmesser hinten - Leergewicht 70,7 t
Länge über Puffer 18585 mm Dienstgewicht 78,2 t
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h Reibungsgewicht 51,6 t
Kesselüberdruck 12,0 bar Tender 2'2' T 21,5
Rostfläche 2,64 qm Baujahr 1922

Beschreibung der Lokomotive

Im Jahre 1922 sollten noch einige Lokomotiven der preußischen Gattung P 8 für den Personenzugdienst beschafft werden. Wie in Oldenburg üblich, wurden sie mit der Lentz-Ventilsteuerung bei der HANOMAG bestellt. Da die Lokomotiven aber dringend benötigt wurden, wurde die Lieferung an Oldenburg vorgezogen und fünf Maschinen aus einer für Preußen bestimmten Lieferung herausgelöst. Diese Lokomotiven waren mit normaler Kolbenschiebersteuerung ausgerüstet. Somit waren sie die ersten Maschinen rein preußischer Bauart ohne jegliche oldenburgische Besonderheit.

Seit 1906 wurde die P 8 für die Preußische Staatsbahn und auch für andere Bahnverwaltungen gebaut. Im harten Betriebsdienst bewährten sie sich mit wachsendem Erfolg.

Mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h stand für oldenburgische Verhältnisse eine außerst leistungsfähige Maschine zur Verfügung, die nicht nur im Personenzugdienst, sondern gelegentlich auch vor schweren Schnellzügen eingesetzt werden konnte, wo sie nie enttäuschte.

Von der Deutschen Reichsbahn wurden alle fünf Lokomotiven übernommen. Nachdem eine der Lokomotiven 1942 im Krieg verloren ging, wurden die anderen vier erst 1963/64 nach über 40 Betriebsjahren ausgemustert.
Mit der Lieferung der fünf P 8 endete die selbständige Beschaffung von Lokomotiven der Oldenburgischen Staatsbahn vor dem endgültigen Übergang auf die Deutsche Reichsbahn. In den fast 55 Jahren ihres Bestehens hatte die G.O.E. 294 Maschinen in Dienst gestellt. In den vorläufigen Umzeichnungsplan von 1923 wurden 198 von ihnen aufgenommen, tatsächlich umgezeichnet wurden dan im Jahre 1925 noch 157 Stück.

Skizze der Lokomotiven

Skizze der P 8

Skizze der oldenburgischen P 8

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff