RSS-Feed | Neuigkeiten | Sitemap | Hilfe | Impressum | Kontakt | Suche

1909: Personenzuglokomotive, P 4.2 (2 B-PLv-(LV)), Baureihe 36.12

Sie sind hier: www.laenderbahn.info - Oldenburg - Lokomotiven

1909: Personenzuglokomotive, P 4.2 (2 B-PLv-(LV)), Baureihe 36.12

1909: Personenzuglokomotive, P 4.2 (2 B-PLv-(LV)), Baureihe 36.12

Die Lokomotive Nr. 190 "NEPTUN", gebaut 1909 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 5410

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart 2B-n2v Heizfläche 119,4 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1750 mm Zylinderdurchmesser 460/680 mm
Laufraddurchmesser vorn 1000 mm Kolbenhub 600 mm
Laufraddurchmesser hinten - Leergewicht 48,4 t
Länge über Puffer 17461 mm Dienstgewicht 53,9 t
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h Reibungsgewicht 30,5 t
Kesselüberdruck 12,0 bar Tender 2'2' T 20
Rostfläche 2,27 qm Baujahr 1909

Beschreibung der Lokomotive

Diese Type ist ein Nachbau der Personenzuglokomotive aus dem Jahre 1907. Sie besitzt jedoch eine wesentliche Neuerung, die Lentz-Ventilsteuerung anstelle der Flachschiebersteuerung.

Mit dieser Art der Steuerung wurden ab 1909 bedingt durch die guten Erfahrungen im Betriebsdienst alle Schlepptender- und auch einige Tenderlokomotiven ausgerüstet. Die Ausführung der Steuerung wurde nach Vorschlägen des Direktionsmitgliedes Ranafier verändert. Unter anderem wurde nicht wie bei anderen Bahnen nur der Hochdruckzylinder, sonder Hoch- und Niederdruckzylinder mit der Ventilsteuerung ausgerüstet. Erstmals kam auch die Anfahrvorrichtung Bauart Ranafier zur Verwendung.

Da die gleichen Maschinen auch mit Flachschiebersteuerung im Betrieb waren, ließen sich direkte Vergleiche anstellen. Hierbei zeigte sich, daß die Ventillokomotiven etwa 10% mehr Leistung bei gleichem Kohlen- und Wasserverbrauch brachten.

Äußerlich fielen die Lokomotiven durch den treppenförmigen Umlauf auf, der durch die Ventilsteuerung erforderlich wurde. Die Luftpumpe für die Westinghousebremse ist bei dieser Lokomotive erstmals als Verbundpumpe mit Rippenkühlung ausgeführt.

Gegenüber der Lieferung von 1907 wurden Verstärkungen an den Rahmenverstrebungen, insbesondere im Bereich der Zylinder, vorgenommen. Hierdurch erhöhte sich das Gewicht geringfügig. Unverändert übernommen wurden die Rauchverbrennung Bauart Staby mit dem scheinbaren zweiten Dom vor dem Führerhaus, der Verbinderdampftrockner Bauart Ranafier, die Dampfstrahlpumpen Bauart Friedemann und die Lentz'schen Preßluftsandstreuer.

Die drei gebauten Maschinen wurden von der Reichsbahn zusammen mit denen von 1907 in die Reihe 36.12 übernommen. Bis 1927 taten sie noch Dienst bevor sie ausgemustert wurden.

Skizze der Lokomotiven

Skizze der P 4.2

Skizze der oldenburgischen P 4.2 in den unterschiedlichen Ausführungen.

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff