RSS-Feed | Neuigkeiten | Sitemap | Hilfe | Impressum | Kontakt | Suche

1896: Personenzuglokomotive, P 4.1 (2 B-PL), Baureihe 36.12

Sie sind hier: www.laenderbahn.info - Oldenburg - Lokomotiven

1896: Personenzuglokomotive, P 4.1 (2 B-PL), Baureihe 36.12

1896: Personenzuglokomotive, P 4.1 (2 B-PL), Baureihe 36.12

Die Lokomotive Nr. 11 "SCHWALBE", gebaut 1896 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 2794

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart 2B-n2 Heizfläche 119,5 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1750 mm Zylinderdurchmesser 460 mm
Laufraddurchmesser vorn 1000 mm Kolbenhub 600 mm
Laufraddurchmesser hinten - Leergewicht 40,0 t
Länge über Puffer 15213 mm Dienstgewicht 45,2 t
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h Reibungsgewicht 27,4 t
Kesselüberdruck 12,0 bar Tender 3 T 12
Rostfläche 1,92 qm Baujahr 1896 - 1902

Beschreibung der Lokomotive

Mit den zweifach gekuppelten Lokomotiven konnten die steigenden Zuggewichte und die geforderte höhere Geschwindigkeit bei den Personenzügen genauso wie zuvor bereits bei den Güterzügen nicht mehr bewältigt werden. Dies machte sich durch häufig auftretenden Dampfmangel bemerkbar.

Da inzwischen in Preußen und anderen Ländern gute Erfahrungen mit 2 B-Lokomotiven gemacht wurden, wählte man jetzt auch in Oldenburg diese Achsanordnung. Die im Personenzugdienst lange Zeit beliebteste Bauart 1 B wurde übersprungen. Die neue Bauart der 2 B-n2 Personenzuglokomotive hatte große Ähnlichkeit mit der preußischen P 4, der sie auch in den Hauptabmessungen gleicht. Entsprechend den oldenburgischen Betriebsanforderungen fiel sie jedoch wegen einer kleineren Rostfläche (1,92 qm gegenüber 2,27 qm) und der damit kürzeren Feuerbüchse sowie einem geringeren Achsstand (2.150 mm gegenüber 2.600 mm) etwas schwächer aus.

Im Jahre 1896 wurden zunächst 5 Maschinen bei der HANOMAG bestellt. Auch diese Lokomotiven wurden noch ohne Dampfdom beschafft, statt dessen befand sich im Langkessel ein Dampfsammelrohr. Der Regler befand sich wiederum in der Rauchkammer. Die Flachschieber einfacher Bauart, mit denen die Maschinen zunächst ausgerüstet waren, wurden bald durch entlastete Flachschieber ersetzt.

Trotz der kleineren Abmessungen war die Lokomoive recht leistungsfähig. Sie beförderte 368 t schwere Züge in der Ebene noch mit 68 km/h und reichte reichte somit für den Dienst im Schnell- und Personenzugdienst auf den oldenburgischen Strecken voll aus.

Bis zum Jahre 1902 wurden noch weitere 14 Maschinen beschafft, von der Deutschen Reichsbahn wurden alle 19 in die Reihe 36.12 übernommen. Die Maschinen versahen noch bis Ende der 20er Jahre ihren Dienst, bevor die letzte 1931 ausgemustert wurde.

Skizze der Lokomotiven

Skizze der P 4.1

Skizze der oldenburgischen P 4.1

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Weitere Bilder der P 4.1

P 4.1 Nr. 130 "SPERBER"

P 4.1 Nr. 130 "SPERBER" im Betriebswerk in Oldenburg.

P 4.1 Nr. 132 "CONDOR"

P 4.1 Nr. 132 "CONDOR" als Reichsbahnlok mit der Nummer 36 1210.

P 4.1 Nr. 132 "CONDOR"

P 4.1 Nr. 132 "CONDOR" noch einmal als Reichsbahnlok mit der Nummer 36 1210.

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff