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1894: Personenzuglokomotive, P 0 (B-PLv), Baureihe 33.70

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1894: Personenzuglokomotive, P 0 (B-PLv), Baureihe 33.70

1894: Personenzuglokomotive, P 0 (B-PLv), Baureihe 33.70

Die Lokomotive Nr. 96 "ELBE", gebaut 1894 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 2626

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart B-n2v Heizfläche 82,1 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1540 mm Zylinderdurchmesser 400/570 mm
Laufraddurchmesser vorn - Kolbenhub 560 mm
Laufraddurchmesser hinten - Leergewicht 24,5 t
Länge über Puffer 13459 mm Dienstgewicht 28,0 t
Höchstgeschwindigkeit 75 km/h Reibungsgewicht 28,0 t
Kesselüberdruck 12,0 bar Tender 2 T 10
Rostfläche 1,14 qm Baujahr 1894 - 1895

Beschreibung der Lokomotive

Nur selten sind in Deutschland B-Lokomotiven mit Tender gebaut worden. Die preußische Eisenbahndirektion Bromberg besaß mit 70 Stück die größte Anzahl dieser Bauart. Außer in Bayern mit 32 Stück waren sonst nur geringe Zahlen bei verschiedenen Bahnen im Betrieb. Diese Lokomotiven dienten jedoch ausschließlich dem Güterverkehr. Die Oldenburgische Staatsbahn war die einzige in Deutschland, die bis 1894 nur B-Lokomotiven besaß, die auch dem reinen Personenverkehr dienten. Seit 1866 waren insgesamt 54 Stück dieser Bauart beschafft worden. Sie wurde auch beibehalten, als leistungsfähigere Maschinen angeschafft werden mußten, da die Geschwindigkeit einzelner Personenzüge erhöht und gleichzeitig die Züge schwerer wurden. Die neuen Lokomotiven waren jedoch der allgemeinen Entwicklung folgend als Verbundlokomotiven ausgeführt. Es waren die ersten dieser Bauart in Oldenburg.

Die Maschinen ähnelten im wesentlichen den bisher beschafften; auch sie hatten keinen Dampfdom, sondern ein innenliegendes Dampfsammelrohr. Erstmals waren diese Lokomotiven mit einer Schleifer-Druckluftbremse ausgerüstet, die einseitig von hinten auf die auf die Treibräder wirkte. Auch dies stellte eine Neuerung an oldenburgischen Lokomotiven dar, da bei den bisherigen Maschinen nur die Tenderachsen gebremst waren. Bemerkenswert war die Ausführung der Allan-Steuerung: verschiedene Füllungen in Hoch- und Niederdruckzylinder wurden dadurch erzeugt, daß beim Verlegen der Steuerung die Aufhängebolzen in den Gleitschlitzen durch Gegenlenker bewegt wurden.

Zur Beseitigung der bei dem kurzen Achsstand von 2,68 m bei schneller Fahrt auftretenden Schlingerbewegungen wurden die Tender mit den Lokomotiven durch eine Querkupplung der Bauart Wolff verbunden.
Alle Maschinen waren noch im vorläufigen Umzeichnungsplan der DRG als Baureihe 33.70 enthalten, zu einer endgültigen Umzeichnung kam es jedoch nicht mehr.

Skizze der Lokomotiven

Skizze der P 0

Skizze der oldenburgischen P 0

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Weitere Bilder der P 0

P 0 Nr. 100 "MAIN"

P 0 Nr. 100 "MAIN"

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff