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1921: Güterzuglokomotive, G 8.2, Baureihe 56.22

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1921: Güterzuglokomotive, G 8.2, Baureihe 56.22

1921: Güterzuglokomotive, G 8.2, Baureihe 56.22

Die Lokomotive Nr. 281, gebaut 1921 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 9751

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart 1D-h2 Heizfläche 219,9 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1400 mm Zylinderdurchmesser 630 mm
Laufraddurchmesser vorn 1000 mm Kolbenhub 660 mm
Laufraddurchmesser hinten - Leergewicht 76,2 t
Länge über Puffer 17595 mm Dienstgewicht 83,6 t
Höchstgeschwindigkeit 65 km/h Reibungsgewicht 70,0 t
Kesselüberdruck 12,0 bar Tender 3 T 16,5
Rostfläche 3,4 qm Baujahr 1921

Beschreibung der Lokomotive

Nachdem bis zum Jahre 1920 der Oberbau der oldenburgischen Strecken verstärkt worden war, konnten nun auch stärkere Maschinen mit einer höheren Achsfahrmasse als 14 bis 15 t eingesetzt werden. Somit war man nicht mehr auf die besonders leichten Eigenentwicklungen angewiesen, sondern konnte Baureihen anderer Bahnverwaltungen fast unverändert übernehmen.

1921 wurden von der HANOMAG fünf Güterzuglokomotiven für die Oldenburgische Bahnverwaltung gebaut, die ein getreues Abbild der preußischen Gattung G 8.2 waren. Von diesen unterschieden sie sich lediglich durch die Anwendung der Lentz-Ventilsteuerung. Die Lieferung der Maschinen mit dieser für Oldenburg typischen Steuerung wurde durch das Reichsverkehrsministerium auf Antrag besonders genehmigt, da die Steuerungsart seit 1909 erfolgreich angewendet wurde. Wie bei den zuletzt beschafften Bauarten wurde auf den Ventilkasten verzichtet, statt dessen erhielten die Ventile einzelne Töpfe. Die Masse der beweglichen Steuerungsteile wurde auf ein Mindestmaß reduziert. Der Ventilsatz konnte durch insgesamt acht Schauluken am Zylinderkörper beobachtet werden.

Wie die preußischen Lokomotiven waren die oldenburgischen mit einem einfachen Zwillingstriebwerk ausgerüstet; dem damals üblichen Entwicklungsstand entsprechend kam das Heißdampfprinzip zur Anwendung.

Die mit dem kurzem Kessel und der hohen Kessellage sehr gedrungen wirkenden Maschinen gehörten mit einer Reibungsmasse von 70 t zu den stärksten Güterzuglokomotiven Europas. Durch die gute Anfahrbeschleunigung konnte sie aber durchaus auch im Personenzugdienst eingesetzt werden.

Alle fünf für Oldenburg gebauten Maschinen wurden von der Reichsbahn übernommen. Hier taten sie noch lange Dienst und wurden erst Mitte der 50er Jahre ausgemustert.

Skizze der Lokomotiven

Skizze der G 8.2

Skizze der oldenburgischen G 8.2

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Weitere Bilder der G 8.2

G 8.2 Nr. 283

G 8.2 Nr. 283, hier bereits mit der Reichsbahnhummer 56 2278

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff