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1912: Güterzuglokomotive, G 7 (D-GLv-(LV)), Baureihe 55.62

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1912: Güterzuglokomotive, G 7 (D-GLv-(LV)), Baureihe 55.62

1912: Güterzuglokomotive, G 7 (D-GLv-(LV)), Baureihe 55.62

Die Lokomotive Nr. 235 "STEDINGEN", gebaut 1912 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 6527

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart D-n2v Heizfläche 180,1 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1350 mm Zylinderdurchmesser 500/750 mm
Laufraddurchmesser vorn - Kolbenhub 660 mm
Laufraddurchmesser hinten - Leergewicht 51,6 t
Länge über Puffer 17395 mm Dienstgewicht 58,5 t
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h Reibungsgewicht 58,5 t
Kesselüberdruck 12,0 bar Tender 3 T 16
Rostfläche 2,23 qm Baujahr 1912 - 1918

Beschreibung der Lokomotive

Durch die ständig steigenden Zugmassen wurden immer häufiger Vorspannlokomotiven erforderlich. Da dies mit der Zeit unwirtschaftlich wurde, mußte die Oldenburgische Staatsbahn also eine neue, stärkere Güterzuglokomotive beschaffen. Es mußte eine völlig neue Maschine Entworfen werden, da die preußische G 7.2, die schon seit 1893 gebaut wurde, veraltet war und die neuere G 9, als Verbund-Lokomotive gebaut, zu schwer geworden wäre.
Bei dem neuen Entwurf wurde ein hochliegender Kessel vorgesehen, der auf dem Blechrahmen gestellt wurde. Dadurch konnte die Feuerkiste mit ebenen Seitenwänden gebaut werden. Die sich bietende Gelegenheit zur Rostvergrößerung wurde hingegen nicht genutzt.

Aufgrund der günstigen Erfahrungen bei den Personen- und Schnellzuglokomotiven wurde auch hier die Lentz-Ventilsteuerung angewendet. Durch Auflösung des Ventilkastens in vier Ventiltöpfe konnte sie noch verbessert werden. Zum Einbau des Verbinderdampftrockners Bauart Ranafier oder das Heißdampfprinzip anzuwenden konnte man sich nicht entschließen.

Die außenliegende Heusinger-Steuerung wurde einfach und glatt durchgebildet. In Norddeutschland eher selten war die einseitige Stützung der Schwinge an einer kurzen, kräftigen Welle, die an Leitbahnhalter und Rahmen gelagert war. Auch bei weiteren Nachbestellungen wurde diese Ausführung beibehalten.

Vor der Dampfpfeife befand sich ein parabolisch gekrümmtes Blech, um die Schallwirkung nach hinten zu leiten, damit auch die Bremser am Zugschluß noch die das Pfeifen vernehmen konnten.

Von der Reichsbahn wurden 13 Maschinen übernommen und 1925 auf Heißdampf umgebaut. Neun Lokomotiven kamen nach dem ersten Weltkrieg als Reparationsleistung nach Belgien.

Skizze der Lokomotiven

Skizze der G 7

Skizze der oldenburgischen G 7

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Weitere Bilder der G 7

G 7 Nr. 235 "STEDINGEN"

G 7 Nr. 235 "STEDINGEN" auf einer Ansichtskarte der Hanomag

G 7 Nr. 232 "WANGERLAND"

G 7 Nr. 232 "WANGERLAND", bereits unter der Reichsbahnnummer 55 6202.

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff