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1895: Güterzuglokomotive, G 4.2 (C-GLv), Baureihe 53.10

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1895: Güterzuglokomotive, G 4.2 (C-GLv), Baureihe 53.10

1895: Güterzuglokomotive, G 4.2 (C-GLv), Baureihe 53.10

Die Lokomotive Nr. 158 "BELFORT", gebaut 1903 bei HANOMAG unter der Fabriknummer 4108

Technische Daten der Lokomotive:

Bauart C-n2v Heizfläche 117,5 qm
Treib- / Kuppelraddurchmesser 1340 mm Zylinderdurchmesser 460/650 mm
Laufraddurchmesser vorn - Kolbenhub 630 mm
Laufraddurchmesser hinten - Leergewicht 34,6 t
Länge über Puffer 15131 mm Dienstgewicht 40,2 t
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h Reibungsgewicht 40,2 t
Kesselüberdruck 12,0 bar Tender 3 T 12
Rostfläche 1,53 qm Baujahr 1895 - 1909

Beschreibung der Lokomotive

Bis 1894 hatte die Oldenburgische Staatsbahn die B-Lokomotiven auch für den gemischten Güterzugdienst benutzt. Dies reichte auch durchaus aus. Mit dem Aufblühen des Wirtschaftslebens Anfang der 90er Jahre genügten diese B-Kuppler jedoch den erhöhten Ansprüchen des Güterzugdienstes nicht mehr. Daher wurde bei der HANOMAG eine C-n2v Güterzuglokomotive in Auftrag gegeben, die wieitgehend der gleichen preußischen Gattung entsprach.
Nach oldenburger Eigenart wurde der Dom fortgelassen, der Regler lag im Innern der Rauchkammer. Um passende Füllungsverhältnisse zwischen Hoch- und Niederdruckzylinder zu erhalten, wurde die innenliegende Allan-Steuerung ähnlich wie bei den B-Lokomotiven von 1894 ausgeführt. Mit dieser Art der Steuerung wurden übrigens nur die Lieferungen dieser beiden Baureihen aus den Jahren 1894/95 ausgerüstet, alle späteren Lokomotiven erhielten eine Heusinger-Steuerung.

Die Lokomotive ist in mehreren Serien bis 1905 fast unverändert gebaut worden. Ab 1907 erhielten die Lokomotiven einen Verbinderdampftrockner Bauart Ranafier. Dieser lag als U-förmiges Bündel in der Rauchkammer und hatte eine Heizfläche von 12 - 14 qm. Gleichzeitig erhielt diese Ausführung einen Dampfdom, da auch ungereinigtes Wasser verwendet werden mußte, das ein starkes Aufschäumen verursachte.

Bei den Maschinen handelte es sich um die ersten für den reinen Güterzugdienst beschafften. Fortan wurde auch bei der Oldenburgischen Staatsbahn zwischen Personen- und Güterzuglokomotiven unterschieden.

Nach dem ersten Weltkrieg gingen sieben Lokomotiven als Reparationsleistung nach Belgien, eine kam zur französischen Nordbahn. Von der Deutschen Reichsbahn wurden 11 Maschinen in die Reihe 53.10 übernommen.

Skizze der Lokomotiven

Skizze der G 4.2

Szizzen der unterschiedlichen Bauformen der oldenburgischen G 4.2

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff