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1866: Bau- und Personenzuglokomotive

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1866: Bau- und Personenzuglokomotive

Zeichnung der Bauzuglokomotiven

Zeichnung der von der NME übernommenen Lokomotiven.

Quelle: Krauth: Dampflokverzeichnis der Oldenburgischen Staatsbahn, 1968

Beschreibung der Lokomotive

Da beim Bau der oldenburgischen Strecken noch keine neuen Lokomotiven vorhanden waren, wurden im Jahre 1866 nach entsprechender Ausschreibung von der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn (NME) zwei alte 2A-Maschinen gekauft.

Diese Lokomotiven wurden 1841 mit weiteren zehn Stück bei Norris in Philadelphia gebaut und an die Berlin-Frankfurter Eisenbahn, die Vorgängerin der NME, geliefert. Auffällig an den Maschinen waren die stark geneigten, hoch über dem Laufrad-Drehgestell liegenden Zylinder. Es waren typische Vertreter der "amerikanischen Bauart".

Die Lokomotiven waren mit einem Stehkessel ausgerüstet, der oben mit einer Halbkugel abgeschlossen war. Wie in den frühen Eisenbahnzeiten üblich, gab es keine geschlossenen Führerstände, sondern nur ein Seitengeländer, das mit der Außenkante des Barrenrahmens abschloß. Der größte Teil der schon rein äußerlich kräftig aussehenden Lokomotiven ruhte auf den Treibrädern, durch den geringen Treibraddurchmesser wurde somit eine große Zugkraft erreicht. Dies war besonders beim Bahnbau notwendig, um die vielfältigen Transporte bewältigen zu können. Beide Maschinen hatten einen großen Anteil am zügigen Vorankommen des Baus.

Nachdem die Lokomotiven Anfang Juli 1866 auf dem Wasserweg in Oldenburg angekommen waren, wurden sie auf Torffeuerung umgebaut und die Tender mit einem kastenförmigen Aufsatz für die Torfladung versehen. Zunächst wurden sie nur beim Bau der Strecken Oldenburg-Bremen und Oldenburg-Heppens (später Wilhelmshaven) eingesetzt, später auch im planmäßigen Verkehr.

Noch bis 1872 bewährten sich beide Loks, die die ersten im Oldenburger Land waren und zur Inbetriebnahme noch von holländischen Lokomotivführern bedient wurden. Erst dann wurden sie ausgemustert und in der Zentralwerkstätte in Oldenburg zerlegt.

© 1997-2012 Oliver M. Westerhoff